Kostenfallen und Onlinewerbung im Netz – Was Eltern und Erziehende wissen sollten

03.02.2021

Sind wir im Netz unterwegs, können wir auch auf ungewollte Kostenfallen stoßen, die nicht immer sofort als solche zu erkennen sind. Was es für Kostenfallen gibt, wie Eltern und Pädagog(inn)en Heranwachsende unterstützen können, solche zu erkennen und wie ein souveräner Umgang mit Onlinewerbung aussieht, erläutert die Medienpädagogin Vera Borngässer in diesem Interview.

Kostenfallen im Netz - Welche gibt es?

Im Internet gibt es verschiedene Kostenfallen, mit denen Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene konfrontiert werden können. Bei Onlinespielen und Apps sind es sogenannte In-Game- beziehungsweise In-App-Käufe – also Käufe, die innerhalb eines Spiels oder einer App getätigt werden, die zu hohen Kosten führen können, wenn Nutzer/-innen dazu animiert werden, stetig neue Spielfunktionen einzukaufen, um schnellere Spielerfolge zu sichern. Besonders Spiele, die zunächst kostenlos sind, können tückisch sein. „Häufig setzen die App-Anbieter gezielt Anreize, Geld innerhalb der App oder des Spiels auszugeben. Auch der Umstand, dass Heranwachsende häufig Onlinegames gemeinsam spielen und dabei den Wunsch haben, im Spielverlauf ebenso weit wie ihre Freund*-innen zu kommen, verlockt dazu, Geld für ein schnelleres Weiterkommen auszugeben“, erläutert Vera Borngässer.

Beim Surfen im Netz können Kinder und Jugendliche auch immer wieder auf Internetseiten mit angeblichen Gratisangeboten – wie zum Beispiel ein Verweis auf kostenlose Hausaufgabenhilfe – stoßen, hinter denen dann aber teure Abonnements stecken. Solche Abofallen sind in der Regel so aufgebaut, dass Nutzer*innen auf den ersten Blick nicht erkennen, dass sie für ein Angebot Geld zahlen müssen. Wer auf eine Abofalle hereingefallen ist, merkt dies oft erst, wenn die erste Rechnung zu Hause ankommt... mehr

 

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