Zwischen "Gut so!" und "Geht so..." Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Arbeit mit Jugendlichen

 

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Beschmpfungen wie Schwule Sau!, Kampflesbe! oder DU Transe! gehören zum Sprachgebrauch Jugendlicher. Sie werden oft leichfertig dahingesagt, haben aber eine starke Wirkung. Kinder und Jugendliche, die sich gleichgeschlechtlich verlieben oder sich nicht in der gängigen Geschlechterordnung Mädchen/Junge wiederfinden, gibt es überall. Trotzdem werden lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Jugendliche (auch) in der Kinder-und Jugendhilfe häufig übersehen, denn aus Angst vor Ausgrenzung und Diskriminierung bleiben sie meist unsichtbar. Im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen und eigener Gefühle unterliegen diese Jugendlichen einer erhöhten psychosozialen Belastung. Sie sind nachweislich deutlich stärker gefährdet, obdachlos zu werden, Gewalt gegen sich selbst auszuüben oder Suizid zu begehen als heterosexuelle Jugendliche. Daher gelten sie in der sozialwissenschaftlichen Forschung als vulnerable (besonders verletzliche) Gruppen.

In diesem Seminarerwerben die Teilnehmenden relevantes Fachwissen zu den Themen „Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“ für die fachliche Arbeit mit Jugendlichen. Sie erörtern Möglichkeiten, wie Diskriminierung wirksam entgegengetreten werden kann und erhalten praktische Anregungen, wie sie geschlechtliche und sexuelle Vielfalt im pädagogischen Handeln berücksichtigen können. Im Seminar wird mit interaktiven und beteiligenden Methoden gearbeitet.


Termin: 02.-03.11.2016, jeweils von 10 bis 17 Uhr

Zielgruppe: Fachkräfte der Kinder-und Jugendhilfe

Teilnahmezahl: max. 18

Dozent_innen: Stephanie Nordt, Thomas Kugler

Veranstaltungsort: Bildungsinitiative QUEERFORMATc/o Schwulenberatung Berlin,Wilhelmstraße 115, Aufgang B, 10963Berlin (Kreuzberg)


Die Fortbildung ist ein Angebot des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebestätigung.


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Quelle: Licht-Blicke Fach- und Netzwerkstelle 12.10.2016


 
 
 

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