Studien

Studie des Deutschen Kinderhilfswerk

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Vita gesellschaftlichen Engagements
Studie zum Zusammenhang zwischen früher Beteiligung und dem Engagement bis ins Erwachsenenalter


Das Deutsche Kinderhilfswerk hat mit der Bertelsmann Stiftung und Unicef Deutschland in dem Projekt "mitWirkung!" den Zusammenhang zwischen Beteiligung als Kind/Jugendlicher und dem Engagement im Erwachsenenalter untersucht.

Die Untersuchung unter mehr als 900 ehrenamtlich Aktiven sowie Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern ergab, dass fast 83 Prozent derjenigen, die sich heute gesellschaftlich stark engagieren, dies bereits in der Kindheit und Jugend getan haben. Für den Zugang zum gesellschaftlichen Engagement haben vor allem Freunde und Eltern großen Einfluss bzw. Vorbildfunktion.

Der außerschulischen Jugendarbeit kommt eine wichtige Bedeutung zu. Für 63 Prozent der Befragten war die frühe Mitgliedschaft in einem Verein oder Organisation von großer bis sehr großer Bedeutung für ihre Engagementbereitschaft. Deutlich vorn liegen dabei mit über 45 Prozent die Sportvereine, gefolgt von Engagement in der Kirche (38 Prozent) sowie den Pfadfinder und ähnlicher Jugendorganisationen (36 Prozent).

Die heute stark Engagierten zeichnen sich nicht nur durch frühe Erfahrungen gesellschaftlicher Teilhabe, sondern zudem auch durch überdurchschnittliche Bildungsabschlüsse aus. So verfügt die überwiegende Mehrheit der Befragten über einen Fach- bzw. Hochschulabschluss.

Die Studie bestätigt die Hypothese: Wenn Kinder und Jugendliche bereits in frühen Jahren positive Erfahrungen mit Engagement gesammelt haben, werden sie auch als Erwachsene gesellschaftlich aktiv.

Vita gesellschaftlichen Engagements

aej-Studie

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Die Studie "Realität und Reichweite von Jugendverbandsarbeit" wurde 2006 in Berlin vorgestellt. Dieses bundesweite Forschungsprojekt wurde von der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der Evangelischen Jugend (aej) durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Das Buch stellt die Ergebnisse einer umfangreichen Jugendstudie zum Thema "Jugend im Verband" vor. Junge Menschen – so der Befund – sind nicht bloß Adressaten, Adressatinnen oder Konsumentinnen, Konsument. Für sie ist der Jugendverband ein Ort, wo sie selber etwas machen und aktiv sein können. Sie nutzen ihn, um "etwas für sich selber zu tun", "an sich wachsen zu können" und zugleich, um "etwas Sinnvolles für andere" zu tun.

Die zentralen subjektorientierten Perspektiven und Fragestellungen der Untersuchung waren: Wie erleben Jugendliche die Angebote eines Jugendverbands? Wie eignen sie sich seine Gelegenheitsstruktur an? Was machen sie aus dem Verband? Die Befundes des aufwändigen Forschungsprojekts am Beispiel der Evangelischen Jugend erläutern die Rolle der Freundinnen und Freunde im Jugendverband, die zentrale Bedeutung von Gemeinschaft, die leitenden Teilnahmemotive, die Aktivitäts- und Gestaltungsbedürfnisse von jugendlichen Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

Mehr zu den publizierten Ergebnissen der Studie auf der Seite der aej e.V., der Evangelischen Jugend in Deutschland: www.evangelische-jugend.de.

Freiwilligensurvey

Logo des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Am 29. November 2010 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Hauptbericht des Dritten Freiwilligensurveys vorgestellt. Der Freiwilligensurvey stellt umfangreiche und detaillierte Informationen zur Verfügung und stellt die größte aktuelle Untersuchung zur Zivilgesellschaft und zum freiwilligen Engagement in Deutschland dar. Er wird seit 1999 alle fünf Jahre vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegeben.

Der Bericht zeigt, dass es eine große Bereitschaft zum Engagement in Deutschland gibt. Rund ein Drittel der Menschen in Deutschland über 14 Jahren (36 Prozent der Gesamtbevölkerung) engagieren sich freiwillig und unentgeltlich in Sportvereinen, sozialen Einrichtugen, Umweltschutzgruppen und weiteren Organisationen der Zivilgesellschaft.

Durch den Dritten Freiwilligensurvey kann jetzt erstmals über einen Zeitraum von 10 Jahren die Entwicklung des freiwilligen Engagements in Deutschland fundiert beschrieben werden.

Jugendliche sind eine der zivilgesellschaftlich aktivsten Gruppe. Gleichzeitig ist jedoch ein leichter Rückgang ihres Engagements zu verzeichnen. Ältere Menschen hingegen sind in den vergangenen Jahren ehrenamtlich immer aktiver geworden.

Hauptbericht des Freiwilligensurveys 2009

Weitere Studien

Kleiner Überblick über Studien, die sich (u. a.) mit dem freiwilligen Engagement Jugendlicher befassen.


•  Calmbach, M. u. a.: Wie ticken Jugendliche? 2012 Sinus-Jugendstudie U18. Heidelberg 2012.

•  Begemann, M.-C.; Bröring, M.; Düx, W.; Sass, E.: Jugendliche Aktivitäten im Wandel. Gesellschaftliche Beteiligung und Engagement in Zeiten des Web 2.0. Endbericht 2011, Dortmund

•  Albert, M.; Hurrelmann, K.; Quenzel, G.; TNS Infratest Sozialforschung: Jugend 2010. 16. Shell Jugendstudie. Frankfurt am Main 2010.

•  REINDERS, H. (2009): Bildung und freiwilliges Engagement im Jugendalter. Expertise für die Bertelsmann-Stiftung. Schriftenreihe Empirische Bildungsforschung, Band 10. Würzburg: Universität Würzburg.

•  Gathen-Huy, J. v. d.: Ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit. Rekonstruktionen von Erwartungen und Ansprüchen aus der Perspektive beteiligter Akteurinnen und Akteure. Dortmund 2009.

•  Seckinger, M.; Pluto, L.; Peucker, Ch.; Gadow, T.: DJI-Jugendverbandserhebung. Befunde zu Strukturmerkmalen und Herausforderungen. Projekt "Jugendhilfe und sozialer Wandel - Leistungen und Strukturen" des Deutschen Jugendinstituts. München 2009.

Regal mit Broschüren
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