Vertiefte Berufsorientierung im Sinne des § 33 SGB III

Diese Seite ist im Aufbau. Hier wird zukünftig über die Aktivitäten in Berlin bezüglich der vertieften BO nach § 33 SGB III berichtet.

Auszug aus dem SGB III, Stand 31.03.2007:

§ 33 Berufsorientierung
Die Agentur für Arbeit hat zur Vorbereitung der Jugendlichen und Erwachsenen auf die Berufswahl sowie zur Unterrichtung der Ausbildungssuchenden, Arbeitsuchenden, Arbeitnehmer und Arbeitgeber Berufsorientierung zu betreiben. Dabei soll sie über Fragen der Berufswahl, über die Berufe und ihre Anforderungen und Aussichten, über Wege und Förderung der beruflichen Bildung sowie über beruflich bedeutsame Entwicklungen in den Betrieben, Verwaltungen und auf dem Arbeitsmarkt umfassend unterrichten. Die Agentur für Arbeit kann Schüler allgemein bildender Schulen durch vertiefte Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung fördern (Berufsorientierungsmaßnahme). Die Maßnahme kann bis zu vier Wochen dauern und soll regelmäßig in der unterrichtsfreien Zeit durchgeführt werden. Voraussetzung ist, dass sich Dritte mit mindestens 50 Prozent an der Förderung beteiligen. Satz 3 bis 5 angefügt durch Job-AQTIV-Gesetz vom 10. 12. 2001 (BGBl. I S. 3443, in Kraft ab 1. 1. 2002; Satz 1 bis 3 geändert durch 3. G für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 23. 12. 2003 (BGBl. I S. 2848), in Kraft ab 1. 1. 2004

Ziele und Inhalte:
Bei den Maßnahmen handelt es sich um zusätzliche Angebote, die die Regelangebote der Schule und der Agentur für Arbeit vertiefen, d.h. es können insbesondere solche Inhalte, Methoden und Veranstaltungsformen gefördert werden, die über das übliche Angebot an Berufsorientierung durch die Schulen und die Agenturen für Arbeit hinausgehen und die mit den personellen Möglichkeiten der Agenturen und der Schulen nicht leistbar sind.

Ziele und Inhalte können insbesondere sein:

Verbesserung des Entscheidungsverhaltens
Hierunter fallen insbesondere alle Inhalte und Methoden, die zur Erhöhung der Berufswahlkompetenz und zur Verbesserung des Entscheidungsverhaltens und der Selbsteinschätzung führen (z. B. Seminare zur Zielorientierung und Entscheidungsfindung, Seminare zur Erweiterung des Berufswahlspektrums für junge Frauen und Männer).

Vertiefung berufs-/betriebskundlicher Kenntnisse und Erfahrungen
Hierunter fallen insbesondere solche Veranstaltungsangebote, die vertieften Praxiseinblick in Berufe oder Betriebe ermöglichen sollen (z. B. systematische Berufs-/Betriebserkundungen, erweiterte berufskundliche Exkursionen, Computer-Seminare für Mädchen).

Vertiefte Eignungsfeststellung
Hierunter fallen insbesondere Angebote, die der Einschätzung und der Erweiterung der Kompetenzen und der Eignungsabklärung eines Schülers/einer Schülerin im Hinblick auf konkrete Ausbildungs- und Berufsalternativen bzw. betriebliche Ausbildungsplätze dienen. Durch Anleitung und Beobachtung bei fachpraktischen Übungen und in theoretischen Unterweisungen sowie bei der Beobachtung des allgemeinen Sozialverhaltens und ggf. mit Einsatz eignungsdiagnostischer und persönlichkeitsbezogener Testverfahren, die über das Regelangebot des Psychologischen Dienstes im Arbeitsamt hinausgehen, soll der momentane Stand der persönlichen, fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmer festgestellt werden.
Die Maßnahmen sind an den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler auszurichten und können dementsprechend Schwerpunkte setzen.

Zielgruppen:
Zielgruppen sind Schülerinnen und Schüler im allgemein bildenden Schulwesen vorrangig in der Sekundarstufe I aber auch in der Sekundarstufe II sowie Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen im Rahmen der Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben, insbesondere an Förder- und Sonderschulen.

Quelle: BA RD BB, Roosch, MBJS, Faulhaber, 09.07

 

 
 
 

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