Studie: "Online mitmachen und gestalten"

23.06.2014

Gesellschaftliche Partizipation findet immer häufiger im Netz statt. Doch warum partizipieren Menschen online und wie verändert das die politische Teilhabe? Das Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) geht diesen und weiteren Fragen nach. In einer aktuellen Studie wurden 500 Internetnutzer_innen zur Partizipation im Netz befragt. Die Studie ist nun kostenlos erhältlich und wird am 25. Juni im Umweltforum Friedrichshain diskutiert.

Logo: HIIG BerlinWer beteiligt sich an Onlinedemokratie und werden Internetnutzer_innen von der sogenannten Netzgemeinde bei Diskussionen im Internet dominiert? Werden die Möglichkeiten der netzbasierten Partizipation überschätzt und was bringen ePetitionen wirklich?

Unter dem Titel “Online mitmachen und gestalten” fragte ein interdisziplinär arbeitendes Team um Projektleiter Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Hendrik Send, wer sich im Netz beteiligt, woran Nutzer_innen besonders interessiert sind und was sie reizt, sich einzubringen.

Die Studie untersucht das Potenzial des Netzes, die Demokratie zu stärken und liefert Ergebnisse beispielsweise zur großen Beteiligung beim Erstellen und Mitzeichnen von Online-Petitionen. Während sich ein umfassendes Bild über das Partizipationsverhalten deutscher Internetnutzer_innen ergibt, leiten die Verfasser auch direkte Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft ab. Die Ergebnisse beruhen auf einem für die Online-Bevölkerung in Deutschland repräsentativem Panel von TNS Infratest.

Die Publikation steht hier auf hiig.de zum kostenlosen Download bereit.

Diskussion: Online-Partizipation. Von Machern, Mitläufern und Motivierten.

Am Mittwoch, dem 25. Juni 2014 um 19:00 Uhr, diskutiert DRadio Wissen Moderatorin Katja Weber die Ergebnisse der Studie mit diesen Gästen:

  • Markus Linden, Politikwissenschaftler an der Universität Trier im Bereich «Partizipation und Ungleichheit»
  • Maren Müller, Initiatorin der Petition «Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!»
  • Thomas Schildhauer, Direktor des Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft
  • Stefan Schwartze, Mitglied des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestags
  • Maritta Strasser, Campaignerin bei campact e.V.

Ort:
Umweltforum Friedrichshain
Pufendorfstraße 11 | 10249 Berlin

Für Partizipationsmöglichkeiten unter den Zuschauenden sorgt ein Team aus Designstudenten der Fachhochschule Potsdam mit ihren Installationen aus der Reihe Conversation Starters. Dabei werden Twitter-Kommentare in Gedichte verwandelt, tiefgründige Gespräche mit Fremden angeregt und somit die Diskussion assoziativ bereichert. Dann heißt es mitmachen und mitdiskutieren vor Ort bei Brezeln und Wein und per Twitter via . Die Teilnahme ist kostenlos, eine Online-Anmeldung ist jedoch erforderlich.

 

Quelle: Mitteilung des HIIG


 
 
 

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