Antisemitismus Einhalt gebieten!

02.10.2014

Mit dem Abgeordneten Jan Ulrich Weiß, der über die Landesliste der AfD in den Brandenburger Landtag kam, drohen dem Parlament nun antisemitische Parolen in den Debatten. In den vergangenen Jahren hat der Antisemitismus in Europa in beträchtlichem Maße zugenommen. Das Jahr 2014 war in erschreckender Weise geprägt von antisemitischen Parolen, besonders deutlich wurde dies während der Gaza-Krise.

 

Das Jahr 2014 ist auch das 75. Jahr des Gedenkens an den Überfall auf Polen, mit dem Deutschland den 2. Weltkrieg begann und mit der Eroberung Polens den Weg in den Holocaust durch die Einrichtung der Vernichtungslager bereitete. Der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz wird am 27. Januar 2015 zum 70. Mal gedacht werden.

Vor diesem Hintergrund ist es erschreckend, dass nun ein offenbar bekennender Antisemit den Weg in das Brandenburgische Parlament geschafft hat.

 

Der Landesjugendring Brandenburg fordert alle Parteien und Fraktionen im Brandenburger Landtag auf, in einer gemeinsamen Entschließung gegen jede Form des Antisemitismus einzutreten. Dem Antisemitismus kann nur durch eine klare und entschlossene Haltung der Politik und der Zivilgesellschaft Einhalt geboten werden.

Alle Institutionen der demokratischen Zivilgesellschaft sollen sich ihrer Verantwortung zu stellen, und klar gegen Antisemitismus Stellung beziehen.

 

Quelle: Landesjugendring Brandenburg e.V.


 
 
 

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