Droht die "digitale Spaltung der Gesellschaft"?

79 Prozent der Deutschen nutzen das Internet - doch nur 15 Prozent betrachten etwa Suchergebnisse jenseits der ersten Trefferseite. Experten bemängeln die geringe Internetkompetenz der Deutschen - und warnen vor einer "digitalen Spaltung der Gesellschaft".


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Die Deutschen nutzen zwar zunehmend das Internet, sind dessen Komplexität aber laut einer Studie immer weniger gewachsen. Die Bevölkerung schnitt bei der digitalen Kompetenz im Vergleich zum Vorjahr schlechter ab, wie aus dem D21-Digital-Index 2016 hervorgeht. So nutzten zwar etwa 72 Prozent der Gesamtbevölkerung Suchmaschinen, doch nur 58 Prozent können mit hoher Kompetenz Internetrecherchen durchführen. Nur 37 Prozent beziehen mehrere Quellen mit ein, und nur 15 Prozent betrachten Ergebnisse jenseits der ersten Seite der Suchmaschinen.

Der sogenannte Digitalisierungsindex liegt wie im Vorjahr bei 51 von 100 möglichen Punkten. Dies entspreche "einem gerade so Schritt-halten-Können mit den wachsenden Anforderungen durch die Digitalisierung", heißt es in dem von der Initiative D21 in Kooperation mit der Landesanstalt für Medien (LfM) NRW vorgelegten Bericht. Der Index misst den Zugang, die Kompetenz, die Offenheit sowie die Nutzungsvielfalt der digitalen Gesellschaft.

Insgesamt nutzen der Erhebung zufolge 79 Prozent der Deutschen das Internet. Das entspricht einem Anstieg um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Die Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen ist fast ausnahmslos online. Das Internet wird laut Studie zunehmend mobil genutzt (59 Prozent, plus fünf Prozentpunkte). Vor allem Smartphones finden immer mehr Verwendung (66 Prozent, plus sechs Punkte) und sind das meist genutzte Endgerät in diesem Jahr.

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Quelle: Tagesschau 18.11.16


 
 
 

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